Effektiv im Home-Office arbeiten, oder: Was jetzt alle mit Online-Sitzungen falsch machen

Okay, der Titel ist reißerisch gewählt, oder, in Internet-Worten: Clickbait. Damit habe ich mich dem Medium angepasst, in dem ich schreibe. Und darum geht es in diesem Post: Wie kann ich mich dem Medium anpassen, in dem ich arbeite?

In der jetzigen Situation, in der (zumindest in Bürojobs) kaum noch gemeinsam an einem Ort miteinander gearbeitet wird, versuchen viele, so weiter zu arbeiten wie bisher. Eine verbreitete Herangehensweise scheint zu sein: Wenn wir uns für unsere Sitzungen nicht mehr in einem Sitzungsraum treffen können, machen wir die Sitzung halt über Video. Das ist zwar nicht so gut wie gemeinsam in einem Raum zusammensitzen, aber das ist dann wohl das Nächstbeste. Das gleiche versuchen einige meiner Kolleginnen und Kollegen mit Seminarsitzungen zu machen. Alle treffen sich zur gleichen Zeit online, und dann versuchen sie, so zu diskutieren, wie sie es sonst tun würden.

Dabei treten schnell Probleme auf: Videokonferenzen bedeuten technischen Aufwand, bei dem immer etwas schief gehen kann. Videokonferenzen sind anstrengend und es dauert länger, Dinge zu klären. Nun sind alle Beteiligten frustriert und sich einig: Online-Arbeit ist einfach nicht das gleiche, wie sich in einem Raum zu treffen.

Und damit haben sie recht. Dabei haben sie aber nur die Nachteile der Online-Arbeit erlebt, ohne sich die Gelegenheit zu geben, die Vorteile kennen zu lernen. Das Problem ist, dass sie versucht haben, die gewohnte Arbeitssituation herzustellen, aber unter ganz anderen technisch-medialen Voraussetzungen. Vermittelte Sprache zwischen entfernten Personen statt Sprache zwischen körperlich gemeinsam Anwesenden ist ein gewichtiger Unterschied – vom Unterschied zwischen anwesenden Körpern und einem Kamerabild ganz zu schweigen. Eine andere mediale Situation hat eben auch eigene Vor- und Nachteile. Bei einer Videokonferenz fällt ganz viel körperliche Kommunikation wegund wir arbeiten im Kopf nebenbei daran, diese weggefallene Kommunikation auszugleichen. Das ist anstrengend. Wir fühlen uns nicht wie in einem Gespräch, sondern wie vor einer Kamera. Wir halten quasi abwechselnd kleine Referate – es sei denn, wir fühlen uns in die Situation ein, was aber auch wieder anstrengend ist. Je mehr Teilnehmer:innen die Konferenz hat, desto stärker sind diese Effekte. Und im Alltag wissen wir das auch. Wer würde die ganze Familie in einer Telefonkonferenz anrufen? Die meisten klingeln, so behaupte ich, die Geschwister, Eltern und Großeltern einzeln an. Auch wenn das bedeutet, sechsmal die gleiche Neuigkeit zu erzählen.

Im Home-Office gibt es dafür mehr Ruhe. Im Home-Office kann ich mich in meinem eigenen Tempo Dingen widmen, in der Reihenfolge, die ich wähle, ohne Unterbrechung durch Kollegen. Ich kann mir auch die Tageszeit auswählen, die für mich am produktivsten ist. Ich spare zudem die Zeit, die ich sonst bräuchte, um zur Arbeit zu kommen. Menschen mit Kindern haben es natürlich schwerer mit der Ruhe. Aber eine Familie zu organisieren ist auch schwierig für Leute, die jeden Tag ins Büro müssen.

Das heißt, auch wenn ich mit anderen zusammenarbeite, ist es am besten, wenn ich mich einer Person oder Sache auf einmal widme. Wenn ich mit jemandem sprechen will, rufe ich an. Wenn ich mit mehreren Leuten sprechen will, rufe ich sie nacheinander an oder schreibe ihnen stattdessen. Lieber eine ausführliche E-Mail mit ausgearbeiteten Gedankengängen schreiben, die zu lesen vielleicht eine Viertelstunde dauert, als in einer dreistündigen Videokonferenz jede Meinung zu jedem Detail durchzukauen. Statt lange Gespräche zu führen, ist es besser, einen Text auszuformulieren und dann um Kommentare zum Text zu bitten. Beim Schreiben von Büchern und Zeitungenwird diese Technik seit Jahrhunderten verwendet und heißt dort Lektorat beziehungsweise Redaktion. Sicher, dafür müssen sich die Kolleg:innen darauf einlassen, keine Frage. Aber dafür gibt es auch neue Vorteile, die in normalen Sitzungen hart erarbeitet werden müssen: Ein Protokoll ist automatisch schon erarbeitet, die Gedankengänge sind transparent und es ist online überhaupt kein Problem, Medien wie Tondateien, Bilder und Videos zu verwenden. In Uni-Seminaren kann, wenn das gewünscht wird, ein Referat einfach aufgenommen und als Videodatei hochgeladen werden. Es besteht kein Grund, sich zur gleichen Zeit online zu treffen. Die anderen Teilnehmer:innen und der:die Dozent:in können sich das Referat anschauen, wann sie wollen – nachts um drei oder morgens um sechs. Sie können das Referat sogar mittendrin pausieren und es später weiter schauen oder nebenher den Abwasch machen. Und dann können alle Gedanken, die das Referat inspiriert, als Text notiert und den anderen zur Verfügung gestellt werden.

Etwas komplizierter wird es natürlich schon wenn gemeinsame Entscheidungen anstehen. Es besteht auch durchaus die Gefahr, dass eine entfernte Zusammenarbeit zur Herausbildung von kleinen, autoritären Diktatoren führt. Demokratie ist ohnehin schon schwer zu organisieren, das wird in der Ferne eher noch schlimmer. Dabei würde ich empfehlen, demokratische Entscheidungen als Leitgedanken immer im Kopf zu haben und kontinuierlich die Zustimmung zu Vorgängen zu erfragen. Die Fragen sollten dabei an Einzelpersonen wie auch an Gruppen gerichtet werden. An letztere, damit niemand vergessen wird und die Entscheidungsprozesse möglichst transparent und auch für Neulinge zugänglich bleiben. An Einzelpersonen, weil Expertise, Engagement und Betroffenheit variieren. Wenn immer alle zu allem gefragt werden, aber nie einzelne Leute angefragt werden, besteht die Gefahr, dass die Gruppen-Kanäle überlastet werden, sich zu viele Leute ausklinken und sich hinter der Gruppe verstecken. In der Gruppe fühlt sich oft kaum jemand persönlich angesprochen – also muss ich die Leute persönlich ansprechen!

Demokratische Entscheidungsfindungen sind auch online für gute Arbeit nötig. Dabei umfasst Demokratie immer auch Repräsentation. Dies bedeutet, dass einzelne Leute das Vertrauen ausgesprochen bekommen, im Interesse einer Gruppe zu entscheiden. Auch bei Demokratie muss nicht jede:r immer alles verstehen und immer überall mitreden sowie jedes Detail mitentscheiden. Aber jede:r muss gefragt werden und die Chance haben, die eigene Meinung zu sagen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, schlicht und einfach „Nein“ zu sagen. Demokratie kann heißen, dass einzelne Expert:innen oder Betroffene eine Entscheidung für andere treffen. Demokratisch ist das dann, wenn die Berechtigung dazu von der Gruppe kommt und die Leute, die entscheiden, auch der Gruppe berichten und sich, wenn nötig, rechtfertigen müssen. Dazu gehört also auch Gelassenheit und Vertrauen.

Gelassenheit und Vertrauen brauchen auch Personen in Leitungsfunktionen oder in einer Machtposition (wie Universitätsdozent:innen). Arbeit aus der Ferne heißt einerseits auch, dass abgesprochen werden muss, wer was wann tut und wer was wann getan hat. Dabei darf das Berichten nicht Überhand nehmen: Gerade, wenn Vorgesetzte nervös werden, neigen Berichtspflichten und Überwachungstechniken zur Vermehrung. Das führt schnell dazu, dass Leute mehr mit dem Berichten beschäftigt sind als mit ihren Kernaufgaben. Überwachung macht zudem Menschen kaputt. Gerade, wenn ich über andere bestimmen kann, muss ich also etwas Vertrauen zeigen. Die sprichwörtliche linke Hand muss immer noch wissen, was die rechte tut, aber nicht in jeder Sekunde. Auch ist meist unerheblich, wie genau etwas erledigt wird. (Wenn es um Jobs geht, die regelmäßig mit Gefahren umgehen, sieht das natürlich anders aus. Hier ist schon eine Menge Protokoll nötig.) Jede:r ist ein:e Expert:in in ihrem:seinem Gebiet und weiß meist am besten, wie sie oder er die Arbeit gut macht. Nicht jeder Schritt muss vorher vom Chef angeleitet werden. Dabei ist es sicherlich förderlich, regelmäßig Herangehensweisen, Einstellung, Wohlbefinden und Ergebnisse abzugleichen. In Leitungsverhältnissen gilt das aber in beide Richtungen. Auch Chefs sollten versuchen, herauszufinden, was sie falsch machen. Denn irgendetwas könnten sie sicher besser machen. Hier reicht nachfragen natürlich nicht, da muss es schon anonyme Wege geben.

Dabei muss ich zugeben, dass mein Arbeitsstil und meine Aufgaben sich sehr gut dazu eignen, so zu arbeiten, wie ich es beschrieben habe. Zweifelsohne bin ich damit in einer Luxusposition und kann jede:n verstehen, die:der jetzt denkt: „Das funktioniert bei meiner Arbeit einfach nicht“. Und wie gesagt, alles, was ich hier geschrieben habe, bezieht sich auf Jobs in Büros und in der Lehre. Ich bin aber der Überzeugung, dass wir bessere Ergebnisse bekommen, wenn wir uns bei notwendigen Änderungen auf die neue Situation einlassen, statt unsere Energie darauf zu verschwenden, uns gegen die Veränderung zu stemmen. Sicher können wir dabei noch etwas lernen.

Vielleicht sehen ja manche Leute das anders als ich, und ich habe bestimmt einiges nicht bedacht. Wenn so etwas auffällt, würde ich mich über Kommentare freuen. Ebenso, wenn wer Vorschläge hat, wie Home-Office und Online-Lehre gut gestaltet werden können – vielleicht können wir hier ein paar Ideen sammeln.

Eine Sammlung von Dokumenten zu Online-Lehre: https://mediarep.org/handle/doc/14509

Noch mehr gute Ratschläge: https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/blog/5-tipps-online-lehre

Ein paar weitere Inspirationen in englischer Sprache:

Ein Comic über die Vor- und Nachteile der Arbeit von zu Hause: https://theoatmeal.com/comics/working_home

Podcasts, die häufig freie Arbeit thematisieren: Hello Internet https://www.hellointernet.fm/

Cortex https://www.relay.fm/cortex

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Die besten Zeittotschläger: Threes! und 2048

Das Spiel, das ich am meisten spiele ist Threes!, schon seit einer ganzen Weile. Es ist wahnsinnig einfach zu lernen, schwer zu meistern und immer bei mir, denn es läuft auf Android und iOS und lebt auf meinem Telefon.

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Die Macht ruft nach uns – Vier Augen auf Star Wars – The Force Awakens

Star Wars – The Force Awakens (Das Erwachen der Macht) läuft tatsächlich in den Kinos. Episode sieben, die die alten drei Filme (vier bis sechs) aus den Siebzigern und Achtzigern weiterführt, nach den Prequels (eins bis drei) von vor zehn Jahren. Das Warten ist endlich vorbei. Doch was bleibt am Ende übrig von den Erwartungen, der Nostalgie und dem riesigen Hype um den neuen Film? In unserer Nicht-Spoiler-Review des neuesten Films stellen wir unsere ersten Eindrücke dar.

Filmplakat Star Wars: The Force Awakens
Offizielles Filmplakat. Bild: Disney

Stefan meint:

Dem neuen Film gelingt der Spagat zwischen Nostalgie und dem Aufbau einer neuen Grundlage für weitere Filme der Saga. Die neuen Figuren sind gelungen und es macht Spaß den Schauspielern (zum Beispiel Daisey Ridley, John Boyega oder Oscar Isaacs) dabei zuzugucken, wie ihre Figuren in den galaktischen Konflikt zwischen der Ersten Ordnung und dem Widerstand gezogen werden. Gerade Ridleys Rey ist eine Figur welche den Film trägt und über die ich gerne mehr erfahren habe. Adam Drivers Kylo Ren ist zudem ein Hauptschurke, dessen dargestellte innere Zerrissenheit durchaus ein Novum im Star-Wars-Franchise darstellt. Trotzdem bleibt es bei der typischen Einfachheit in der Darstellung von Gut und Böse welche auch schon die Originaltrilogie geprägt hat.

Das Highlight des Films stellt der neue Droide BB-8 dar. Er ist lustig, verrückt und seine Beziehung zu den neuen Hauptfiguren der Saga wirkt erfrischend herzlich und echt. Hier hat Regisseur J.J. Abrams einen Volltreffer gelandet, der sich nicht hinter Fanlieblingen wie C3PO oder R2-D2 verstecken braucht.

Apropos. Die Auftritte altbekannter Gesichter runden das Gesamtpaket ab. Insbesondere Harrison Ford lässt direkt keinen Zweifel daran, dass Han Solo zurück ist. In meinen Augen kein Vergleich zu mancher von Fords lustlosen Schauspieleinlagen der letzten Jahre. Der Mann hatte offenbar Spaß beim Dreh was nicht unbedingt zu erwarten war.

Wenn es von meiner Seite etwas zu kritisieren gibt, dann wäre es der hohe Faktor an Fanservice, der sich durch den kompletten Film zieht. Ich hätte durchaus auf ein paar Verweise oder Zitate verzichtet können, denn gerade im Showdown hatte ich häufiger das Gefühl dies schon einmal in ähnlicher Form gesehen zu haben. Ich hätte mir in einigen Punkten auch ein paar Antworten mehr gewünscht, weshalb ich dann auch in diesem Punkt etwas enttäuscht war, aber ich gehe davon aus, dass ich im Laufe der neuen Trilogie schon noch früh genug die Antworten auf meine brennensten Fragen erhalten werden.

Letztendlich sind dies daher auch nur Kleinigkeiten die meinen Ersteindruck nicht schmälern. The Force Awakens jedenfalls hat Spaß gemacht, auch wenn der Zauber der Originaltrilogie nicht reproduziert werden kann. Der Film fühlt sich aber jedenfalls für mich wieder an wie die Art von Star Wars, die mir gefällt und ich möchte definitiv mehr. Mehr wollte ich auch nicht.

Claudius meint:

Star Wars VII war für mich nicht nur das, was ich erwartet habe, sondern sogar, was ich gehofft habe. Erwartet habe ich Fan-Service, dass der Film Nostalgie und wohliges, vertrautes Gefühl füttert. Gehofft habe, ich, dass der neue Film nicht nur altes aufwärmen würde, sondern auch frische, neue Ideen mitbringt, neue Sichtweisen auf bekanntes. Und da hat Stefan recht, wir sehen Stormtrooper in neuem Licht und bekommen mit den neuen Helden, Bösewichten und sogar in Nebencharakteren interessante Persönlichkeiten, die ich gerne noch näher kennen lernen würde und die mir direkt, auf die eine oder andere Art, sympathisch waren. Da fehlt mir auch keine tiefer gehende Geschichte, das hier ist ein Kriegsfilm im Weltraum und kein Bildungsroman. Ich empfehle den Film allen, die Star Wars, Science Fiction oder Action mögen. Wer auch nur ein bisschen Interesse für einen Film dieser Art hat, wird nicht enttäuscht werden.

Für mich ist in einem Film vor allem wichtig, wie er aussieht und wie er klingt. Und auch hier gibt es nichts zu meckern. Die Special Effects und Kämpfe sind beeindruckend und fühlen sich physisch an. Die Landschaften, Raumschiffe, Innenräume, Kostüme und Make-up sind großartig. Im Ton sind auch die Soundeffekte entsprechend gut, die Musik ist so passend, wie es von John Williams zu erwarten war. Sie zitiert vor allem die bekannten Stücke der klassischen Trilogie.

Das ist allerdings das einzige Problem, was ich mit dem Film habe. Und das ist mit einem sehr kritischen Maß gemessen. Der Film zeigt mir Star Wars, wie ich es seit meiner Kindheit kenne. Sternenzerstörer, Lichtschwerter, kampfflugzeugartige X-Wings, ein Todesstern-Base, fledermausähnliche Tie-Fighter. Alles klingt, wie es immer schon klang, bis hin zur Musik. Natürlich liebe ich das Brüllen der Tie-Jäger wie eh und jeh. Aber ich wünsche mir nicht mehr Antworten wie Stefan, sondern optisch und akustisch etwas frischen Wind für die nächsten Filme.

Wir würden gerne noch weitere Meinungen in den Kommentaren lesen!

Elegantes Arcade-Game: Agar.io

agarioagar.io: Spielszene

Fressen und gefressen werden mit bunten Kreisen: Ein bisschen was anderes als die Spiele, die Kai reviewed hat, aber das hier lohnt sich auf jeden Fall, zumal es kein Geld und nur wenig Zeit kostet. In Agar.io spielst du einen Einzeller in einer Petrischale (Nährlösung besteht häufig aus dem Geliermittel Agar-Agar) und versuchst zu wachsen, indem du andere Einzeller frisst. „Elegantes Arcade-Game: Agar.io“ weiterlesen

Solides Filmhandwerk. Mad Max: Fury Road

Ein Haufen Autos und Furiosas Tanklaster in Mad Max.Imperator Furiosas Tanklaster umringt von Autos mit feindseligen Warboys.
Foto: http://www.warnerbros.com/mad-max-fury-road

Das wichtigste vorneweg: wer das noch nicht getan hat; Mad Max gucken! Der Film ist mindestens einer der besten der letzten Jahre und dürfte allen gefallen, die nur irgendwie Actionfilme mögen. Der Film zeigt, was Popcornkino kann. Und noch läuft er im Kino – der Film lebt vor allem durch seine Optik, also lohnt sich hier die große Leinwand. Ich würde sogar sagen, ausnahmsweise auch 3D, was ich sonst nicht wichtig finde. „Solides Filmhandwerk. Mad Max: Fury Road“ weiterlesen

Marvels AgentInnen: Agents of S.H.I.E.L.D. und Agent Carter

Die erste Staffel der Marvel/ABC-Serie Agent Carter wird im US-Fernsehen ab heute, dem 3. März, von der zweiten Staffel von Agents of S.H.I.E.L.D. abgelöst. Vor einer Weile habe ich in einem Gespräch Agents of S.H.I.E.L.D „das Beste, was in dieser Art im Moment läuft“ genannt.
„Marvels AgentInnen: Agents of S.H.I.E.L.D. und Agent Carter“ weiterlesen

The Imitation Game – Malen nach Zahlen

(Kinofassung – OmU)Benedict Cumberbatch als Turing vor einer Rechenmaschine

Benedict Cumberbatch als Turing vor dem Filmmodell einer Rechenmaschine. Foto: Jack English für Black Bear Pictures

Ein Film über den berühmten Mathematiker, Prä-Computerwissenschaftler und Codebrecher Alan Turing: The Imitation Game mit Benedict Cumberbatch und Keira Knightley ist in gleich acht Kategorien bei den Oscars nominiert. Die Verleihung findet am 22. Februar statt. Also: Wie gut ist der Streifen? „The Imitation Game – Malen nach Zahlen“ weiterlesen