Maschinenwesen und Tiefseekreaturen – Sci-Fi-Horror mit SOMA

©Frictional Games
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Wenn Bioshock und Amnesia die Frage wären, wäre SOMA die Antwort. Wir verraten euch, was ihr vom Science-Fiction-Horror Spiel von Frictional Games zu erwarten habt. Taucht ein in die Welt von Maschinenwesen und Tiefseekreaturen.

Science-Fiction-Horror und das Element des Wassers

Selten hat ein Spiel die Verbindung von guter Story, Sci-fi und dem Element des Wassers besser hinbekommen als dieses Science-Fiction-Horror Game – und hat dabei dem Spieler noch so geschickt und charmant die Frage nach dem Sinn des Lebens untergeschoben. Zwischen Maschinenwesen und Tiefseekreaturen gilt es, um das eigene Überleben zu kämpfen und Rätsel zu lösen.

Das Spiel SOMA aus dem Jahr 2015 bezeichnet sich selbst als Sci-Fi-Horror und ist von den Amnesia-Machern Frictional Games. Ähnlich wie bei Amnesia, spielen wir in der 1st-Person-Ansicht und haben keine Waffe oder Möglichkeit, uns gegen die Gegner des Spiels zu wehren.

Es gilt Köpfchen zu benutzen, Rätsel zu lösen und zu entscheiden ob Verstecken oder um das eigene Leben Rennen nun die bessere Wahl beim Kampf ums Überleben ist. Dabei ist die Welt sehr interaktiv – Viele Gegenstände lassen sich aufheben und betrachten, Textdokumente lesen oder Audioaufnahmen anhören, um so noch mehr über die Geschichte zu erfahren.

Ähnlich wie in vielen Horror-Spielen wird auch hier mit Licht und Dunkelheit gespielt und allzuoft ist die größere Herausforderung im Spiel sich überhaupt in einen scheinbar verlassenen und dunklen Raum zu wagen. Allein der Ehrgeiz, noch mehr versteckte Details und Dokumente über die Geschichte zu finden und unseren Charakter in Sicherheit zu bringen, trägt uns voran. Es geht ums pure Überleben, um den Willen diese schreckliche Welt zu verlassen und herauszufinden, was mit unserem Hauptcharakter und der gesamten Menschheit passiert ist.
Wir werden vor moralische Entscheidungen und Fragen gestellt, die zwar wenig Einfluss auf die Spielwelt haben, aber umso mehr in die grandiose Geschichte hineinziehen.

Maschinenwesen in Soma. © Frictional Games

Die Menschheit in der VR

Als Spieler schlüpfen wir in die Rolle von Simon, der nach einem Autounfall seine Partnerin verloren hat und nun selbst an Hirnblutungen leidet. Ein Doktor verspricht uns Heilung ohne viele Medikamente – Doch als wir den Hirnscan antreten, wachen wir auf einmal in einer apokalyptischen Zukunft auf, voll von Maschinenwesen die darauf aus sind, uns zu töten.

Näheres zur Story - Spoiler!

Wir treffen auf Cathrine, eine künstliche Intelligenz, die uns berichtet, dass der Einschlag eines Kometen sämtliches Leben auf der Erde ausgelöscht hat. Auch wenn das unsere Frage nicht beantwortet, wie wir dort gelandet sind, so finden wir immerhin heraus, dass wir uns tatsächlich in der Zukunft befinden und das Arche-Projekt, die letzte Hoffnung der Menschheit in den Untiefen des Meeres, darauf wartet, aktiviert zu werden.

Das Arche-Projekt ist eine virtuelle Realität, in der sich Kopien des Verstandes von Menschen befinden, die in dieser virtuellen Welt leben und fortbestehen. Ziel des Spiels ist es, sich selbst und nicht weniger als die ganze Menschheit zu retten – dabei gilt es herauszufinden wer oder was Simon eigentlich ist und was es mit den Maschinenwesen auf sich hat. Auch wenn das Spiel sich selbst im Horror-Genre einordnet, so ist der Grusel in dem Spiel doch eher gering. Vielmehr finden wir eine konstant düstere und bedrückende Stimmung, viel Leid und eine tiefe Story. Dabei werden Fragen erhoben, die den Spieler auch noch lange nach dem Spiel beschäftigen werden. Was ist Leben? Ist ein Roboter, der sich seiner Selbst bewusst ist, ein Lebewesen? Kann eine künstliche Intelligenz ein echter Mensch sein? Haben wir das Recht Leben zu beenden, wenn die Situation hoffnungslos erscheint?

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Das Verhör einer K.I. – Wieviel dürfen wir einem künstlichen Wesen zumuten? . © Frictional Games

Das Spiel SOMA hat weniger Aufmerksamkeit bekommen als sein Vorgänger und Massen-Erfolg Amnesia, dabei steht es ihm im nichts nach. Vor allem die Story und die Umgebung des Spiels zeigen eine Detailverliebtheit, die nicht jedes Spiel auf dem Markt zu bieten hat.

Persönliches Fazit:

SOMA ist eine wahnsinnige Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe geschmunzelt, geschrien, mich geekelt und war mehr als nur einmal sehr traurig. Vor allem am Ende musste ich mich stark zusammenreißen nicht zu weinen – Und das hat schon lange kein Spiel mehr bei mir geschafft. Ich kann das Spiel jedem empfehlen, der vor einer beklemmenden Story nicht zurückschreckt und das Unter-Wasser-Feeling und die Enge der ersten beiden Bioshock-Teile schon geliebt hat.

Pro: Wundervolle Geschichte, schönes Level-Design, interessante Rätsel

Contra:  Horror kommt zu kurz, die Verfolgungen mit den Monstern sind teilweise eher langatmig als spannend, schlechte deutsche Übersetzung

Kosten: 27,99 Euro – Steam.

Plattformen: PC, Linux und Mac, Playstation4

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