Elegantes Arcade-Game: Agar.io

agarioagar.io: Spielszene

Fressen und gefressen werden mit bunten Kreisen: Ein bisschen was anderes als die Spiele, die Kai reviewed hat, aber das hier lohnt sich auf jeden Fall, zumal es kein Geld und nur wenig Zeit kostet. In Agar.io spielst du einen Einzeller in einer Petrischale (Nährlösung besteht häufig aus dem Geliermittel Agar-Agar) und versuchst zu wachsen, indem du andere Einzeller frisst.

Es gibt eine Sorte Spiele, die sich wunderbar nebenher spielen lassen, beim Telefonieren zum Beispiel oder zu Podcasts. Zuletzt habe ich dafür 2048 benutzt, der Threes-Klon für den Browser. Threes spiele ich immer noch gerne, aber Agar.io hat zwei deutliche Vorteile, zumindest gegenüber 2048: Agar.io ist mindestens genau so elegant designed wie Threes, und es ist Multiplayer. Es geht nicht nur gegen das Rätsel des Spiels und den Zufall, sondern gegen den Witz der Gegner.

Und die Tiefe, die durch die einfachen Regeln entsteht… wer wissen will, was Emergenz ist, kann das hier erleben. Die Regeln sind in Kürze: alles was deutlich kleiner ist, kannst du fressen, alles was deutlich größer ist als du, frisst dich. Wenn du was frisst, wächst du proportional. Je größer, desto langsamer.

Wie sich das dann spielt

Zuerst bist du ein kleiner, flotter Ball, der zwischen monströsen blasen hin und her flitzt und Nahrungsflecken aufsammelt. Das fühlt sich an wie ein Shooter oder eine Flugsimulation. Einfach einen Bogen um alles machen, was mittelgroß ist, die größeren Gegner ignorieren die kleinsten eh, denn die werden sie nicht kriegen. Daraus entsteht auch eine taktische Chance: Kleine können große Gegner benutzen, um andere abzuschrecken. Wie ein Parasit.

Wer mittelgroß ist, kannst sich teilen. Das gibt dem neuen Teil Schwung, der hilft, kleinere und schnellere Gegner doch zu erwischen, oder schneller zu werden. Oder doch noch die Hälfte der eigenen Masse zu retten. Oder du opferst mit einer anderen Taste etwas von deiner Masse, um schneller zu werden. Diese taktischen Entscheidungen sind der Kern des Spiels.

Wenn du es dann schaffst, noch größer zu werden, bist du irgendwann ein riesiger, kriechender Schlachtkreuzer und dein Problem verwandelt sich von „jagen und gejagt werden“ zu Problemen des Manövrierens und des Stellungsspiels. Du kannst dich immer noch teilen, aber musst aufpassen, dass du dich nicht damit zur Mahlzeit machst für jemand anderes großes, dem du nicht mehr so leicht entkommen kannst. Du kannst Gegner einkesseln und in die Ecke treiben (besonders, wenn du aus einer Gruppe größerer Bazillen bestehst), aber dann bist du auch erst einmal selbst in der Ecke und vielleicht hat ja jemand in deiner Größenordnung aufgepasst… Nicht zuletzt siehst du auch mehr vom Spielfeld, wenn du größer bist.

Eine Uneingeschränkte Empfehlung, das Game mal auszuprobieren, denn es ist werbefinanziert und eine typische Runde dauert einige Minuten, bis dein amöber Avatar eine feste Stelle in der Nahrungskette erhält, weil er aufgefressen wurde. Wer noch mehr Info braucht; Ich habe das Spiel über dieses Youtube Video entdeckt. Da sah das Spiel schon so spaßig aus, wie es dann auch ist.

Agar.io ist browserbasiert und der Titel des Spiels ist gleichzeitig die Adresse.

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